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Claude Monet
Geb. 14. 11. 1840 in Paris,
gest. 6. 12. 1926 in Giverny.
Die Kindheit und Jugend verlebte Monet in Le
Havre, wohin seine Eltern 1845 gezogen waren. Vom Marinemaler
Eugène Boudin, den der 17jährige dort kennenlernt,
wird der junge Monet zum damals ungewöhnlichen Freiluftmalen
angeregt. 1859 nach Paris weiterempfohlen beginnt Monet jedoch
keine Ausbildung bei den führenden Akademie-Malern, sondern
sucht die Nähe zu Künstlern, die nicht den Stilvorgaben
der offiziellen Salonkunst folgen. So lernt er in Gleyres
Atelier Renoir, Sisley und Bazille kennen, ebenfalls Vertreter
der später als »Impressionismus« bekannten
Kunstrichtung.
Während seines Militärdienstes in Algerien
von den Farb- und Lichtverhältnissen des Mittelmeers
stark beeinflusst, setzt Monet die Studien in der freien Natur
fort. Neben wenigen Figurenbildern und Porträts, die
er in verschiedenen Schaffensphasen ausführte, wählt
Monet schon früh die Landschaftsmalerei als eigentliches
Betätigungsfeld seiner Kunst. Von Paris zieht er fort
nach Argenteuil, dem bevorzugten Wochenend- und Ferienort
der Pariser Stadtbevölkerung und malt dort zahlreiche
Seine-Ansichten.
Vor dem Deutsch-Französischen Krieg 1870 lernt Monet
auf einer Hollandreise die in der zweiten Hälfte des
19. Jhs. sehr beliebten japanischen Holzschnitte, u. a. die
Blätter von Hiroshiga kennen, die einen großen
Einfluss auf seine Malweise ausüben. Bei seinem Besuch
in London 1870 entwickelt er seine Methode weiter, diffuse
Stimmungsmotive mit raschen Pinselstrichen auf der Leinwand
festzuhalten. Dort wird er zur Anfertigung jenes Bildes angeregt,
das mit seinem Titel „Impression, soleil levant«
der neuen Stilrichtung unfreiwillig zu ihrem (erst abwertend
verwendeten) Namen verhilft. Den strengen Formvorgaben der
anerkannten akademischen Kunst setzt der Impressionismus Monets
das Flüchtige, Instabile der subjektiven Wahrnehmung
entgegen.
Im Jahre 1874 stellt der Photograph Nadar den
jungen impressionistischen Malern sein Pariser Atelier zur
Verfügung, wo seitdem die berühmten Ausstellungen
der Malergruppe um Monet stattfanden. Schon die erste Ausstellung
vom 15. April 1874 mit den Werken derjenigen Maler, die von
der Salonkritik abgewiesen wurden, erregte Aufsehen. Das zeitgenössische
Publikum zeigte kaum Verständnis für die impressionistische
Malerei.
Nach der überwiegend negativen Aufnahme
seiner Werke und den geringen Verkaufserlösen geriet
Monet in große finanzielle Nöte und war auf die
Unterstützung seines Freundes, den Kunsthändler
Durand-Ruel angewiesen. Erst ab 1881 fand der damals Einundvierzigjährige
künstlerische Anerkennung.
Monet ist derjenige Maler, der die umstrittene impressionistische
Technik bis zu seinem Lebensende am konsequentesten vorangetrieben
und verabsolutiert hat. In den zahlreichen Serienbildern,
wie den Bildern der Kathedrale von Rouen, unternimmt Monet
den Versuch, die bloße Wiedergabe einer Augenblickserscheinung
zu überwinden und die Körperlichkeit der Erscheinungswelt
zu erfahren. In den letzten Lebensjahren führt er zahlreiche
Ansichten seines Gartens in Giverny aus, wobei insbesondere
in seinen wandfüllenden (im Ganzen 80 m langen) Seerosenbilder
eine zunehmende Loslösung von der außerbildlichen
Wirklichkeit festzustellen ist und ähnlich wie im Spätwerk
Cézannes sich die abstrakten Tendenzen in der Kunst
des 20. Jhs. ankündigen.
Die Teilnahme Claude Monets
an den Gruppenausstellungen der Impressionisten:
1874: Fünf Gemälde,
darunter »Impression
- Sonnenaufgang« (1872)
und 7 Skizzen
1876: 18 Werke, darunter »Frau im Garten« (1875)
1877: 35 Werke, darunter mehrere Fassungen
des »Bahnhof
Saint-Lazare«
1879: 29 Werke darunter »Impression – Nebel«
(1872)
1882: 30 Landschaften und Stilleben
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