Vgl.:

Eine großen Einfluß bei dieser unreflektierten Übernahme von Wissensbeständen schreibt Husserl auch der »Verführung der Sprache« zu. Sprachliche Assoziationen, die einmal einen konkret lebensweltlichen Bezug hatten und die durch Sedimentierung als verharrende sprachliche Erwerbe verbleiben, werden, erst passiv, dann aktiv in einem anderen Kontext wiederaufgenommen und ›verabsolutiert‹.

Husserl, Edmund
Die Krisis der europäischen Wissenschaften und die transzendentale Phänomenologie. Eine Einleitung in die phänomenologische Philosophie.
Hrsg. von Walter Biemel.
Den Haag 1952 (= Hua VI).

hier S. 372.