Husserls Begriff der »Retention« deckt sich hier mit Helmholtz´ Formulierung von den »Gedächtnisresten früherer Erfahrungen«, die eine korrekte Zuordnung der optischen Eindrücke ermöglichten.

Vgl. Helmholtz, Hermann von
Ueber das Sehen des Menschen.
In: Schriften zur Erkenntnistheorie.
Berlin 1921.
S. 125

Da meine Erinnerung an die Gestalt des Tisches, die leere Retention, jederzeit durch eine erneute Wahrnehmung aktualisiert werden kann, sieht Husserl in der Wiederholbarkeit den Grundcharakter der Wahrnehmung von Außenwelt.

(siehe hierzu auch Artikel: Helmholtz: Theorie des Sehens)