Husserl unterscheidet zwischen Innen- und Außenhorizont:

Unter Innenhorizont ist die Sinndimension zu verstehen, die mit dem wahrgenommenen Gegenstand verbunden ist, die räumlich-dingliche Wahrnehmung, z.B. bei einem Haus dessen Vorder- oder Rückseite. Er gibt den Sinnrahmen ab für Antizipationen des noch zu Erwartenden, des Mitgegebenen, für den »leeren Innenhorizont«.

Mit dem Außenhorizont wird die Objektbegrenzung überschritten. Gemeint ist der gesamte (Bezugs-)Raum als Feld wirklicher, möglicher und noch unbekannter Gegenstände. Es ist nicht nur geographisch zu verstehen, sondern, um bei dem Beispiel des Hauses zu bleiben, das über die Vorstellung des bestimmten Hauses Hinausmeinende, z.B. andere Häuser, frühere Baustile, Wohngegend und Grundstückspreise. Unter einem leeren Außenhorizont ist das Bewußtsein dessen zu verstehen, was noch mitgegenwärtig und noch möglicherweise zu erwarten ist.